Posted by: amschulzes | February 23, 2014

Textarbeit: Der Mann aus dem Westen von Leonhard Thoma

Udo Ritter  war auf Erfolgskurs . Alles klappte, alles lief wie am  Schnürchen . Den Job hatte er schon so gut wie sicher, aber jetzt wollte er noch etwas anderes.

Er konnte stolz sein, denn für die acht Stellen – Projektmanagement, Lebensmittelbranche – hatte es über achtzig  Bewerbungen gegeben. Seine Voraussetzungen waren aber auch wirklich ausgezeichnet. Er hatte genau das  Anforderungsprofil : Anfang 30, Uni-Diplom mit «sehr gut», Auslandsaufenthalt in den Staaten, Berufserfahrung. Und auch das Bewerbungsgespräch vor zwei Wochen war gut gelaufen. Dynamisch sein, selbstbewusst, ohne arrogant zu wirken, darauf kam es heutzutage an. Und  das hatte er drauf . Dieses Seminar hier war schon keine Auswahl mehr, sondern eine Einführung, eine Vorbereitung auf den Job.

«Wir wollen Sie jetzt noch besser kennen lernen», hatte in dem Einladungsbrief gestanden, «damit wir später optimal zusammenarbeiten können.»

Wer zu diesem Seminar eingeladen wurde und in den drei Tagen keine groben Fehler machte, der konnte mit einer Anstellung rechnen. Das wusste er. Es gab auch nur acht Teilnehmer, Udo hatte sofort nachgezählt.

Es würde also in den Osten gehen. Der Firmensitz war zwar hier in Stuttgart, aber der  Einsatzort war in Ostdeutschland, in den neuen Bundesländern. Die Leute hier auf der Straße sagten ja lieber «Ex-DDR», manchmal mit «Ex» und manchmal auch ohne.

Er selbst war noch nie drüben gewesen,  weder vor dem Fall der Mauer noch danach. Von der DDR damals hatte er fast nichts mitbekommen, obwohl er Familie bei Chemnitz hatte. Karl-Marx-Stadt hieß das damals noch.

Seine Mutter schickte manchmal Pakete rüber in die «Ostzone», und einmal pro Jahr kam ein alter Großonkel zu Besuch. Der  staunte zwei Wochen, schüttelte den Kopf und reiste dann mit  Wasserhähnen und Kaffeedosen im Gepäck wieder ab.

Der Rest der Familie dürfte nicht kommen, erklärten seine Eltern damals, weil die Regierung drüben Angst hätte, dass sie dann hier im Westen blieben. Bei dem Onkel hätte die Regierung diese Angst nicht. Da wäre sie sogar ganz froh, wenn der nicht zurückkäme, weil sie dann seine  Rente nicht mehr bezahlen müsste.

Udos Eltern waren ein oder zwei Mal nach Chemnitz gefahren, ohne ihn. Es war einfach zu viel Bürokratie. Nach der Wiedervereinigung war das alles kein Problem mehr, aber es hatte Udo nie  gereizt . Im Urlaub fuhr er lieber nach Italien oder Griechenland.

Und nun dieses Angebot. «Pionierarbeit» nannte es der Vertreter der Firma  scherzhaft . «Hier sind Sie kein kleines Rad im Getriebe, hier können Sie noch selbst  gestalten und in einem kleinen Team von Spezialisten etwas Neues aufbauen.»

Dazu bot die Firma gute  Aufstiegsmöglichkeiten , hervorragendes  Gehalt und die Möglichkeit, auf Wunsch nach zwei Jahren wieder in die Zentrale nach Stuttgart zurückzukehren.

Udo hatte sich entschlossen. Im Raum Stuttgart hatte er ohnehin nichts Vergleichbares finden können. Das hatte seine Entscheidung natürlich erleichtert.

Die drei Tage Seminar waren ganz interessant gewesen. Mit Gruppenarbeit und Rollenspielen wurde Personalführung und Verhandlungstechnik trainiert. Gleichzeitig wurde so die  Kooperationsfähigkeit der Kandidaten getestet. Später sollten sie in zwei Teams geteilt werden, eine Gruppe für Chemnitz, die andere für Wismar.  Jeweils vier Leute.

«Sie können natürlich Wünsche äußern», sagte Herr Weiß, der Seminarleiter, «aber wir wollen auch herausfinden, wer von Ihnen gut zusammenpasst. Wir brauchen zwei perfekt funktionierende Teams.»

Nun, Udo hatte schon herausgefunden, wer gut zu ihm passte. Heike passte sogar sehr gut, fand er.

Gleich am ersten Tag kam er mit ihr bei einer Partnerarbeit zusammen. Sie mussten ein Verkaufsgespräch simulieren. Zuerst dachte Udo, er hätte leichtes Spiel, er könnte sie so  mit links in die Tasche stecken. Aber dann hatte sie  gekontert , diplomatisch und überraschend  rigoros , und am Ende hatte er fast keine Argumente mehr.  Unentschieden , würde er sagen, und der Seminarleiter hatte auch beide gelobt.

Heike hatte ihn ziemlich beeindruckt: diese schnellen, direkten Antworten, dazu dieses leichte Lächeln auf den Lippen. Wenn sie erstmal zusammen – und nicht mehr gegeneinander – spielen würden, dann wären sie ein richtig starkes Team, unschlagbar sozusagen. Da war er ganz sicher. Jetzt musste er nur noch dafür sorgen, dass sie das auch so sah. Und das war gar nicht so einfach.

Zwei oder drei Mal waren sie noch zusammen eingeteilt, aber nicht mehr zu zweit, sondern immer zu dritt oder viert, und zwischen «Produktpositionierung auf strukturschwachem Markt» und « AIDA-Formel : Anwendung Ost» blieb wenig Spielraum für persönliche Fragen.

Abwarten, dachte er, alles nur eine Frage der Zeit. Immerhin, Heike hörte seinen fachlichen Ausführungen aufmerksam zu, und manchmal spürte er ihren Blick.

Der Ton bei den Diskussionen war im Allgemeinen ziemlich ernst und sehr formell. Udo fand das ein bisschen übertrieben. Sie waren doch unter sich, da konnte man doch statt «ostdeutscher Kunde» auch mal «Ossi» sagen und auch sonst  ein paar Späße machen .

Am zweiten Abend war es ihm endlich gelungen, sich an der Hotelbar einen Platz neben Heike zu erobern. Sie war kühl, aber nicht unfreundlich, und sie sah  umwerfend aus. Udo ließ seinen ganzen Charme spielen. Es musste doch möglich sein, an sie ranzukommen. Er war schließlich kein Anfänger! Aber dann kam ein Telefonanruf für sie. Heike zog an ihrer Zigarette, blies den Rauch hoch in die Luft und entschuldigte sich mit einem bedauernden Lächeln. Er blieb noch einen Moment an der Bar stehen. Es lief ganz gut. Immerhin wusste er jetzt, dass sie zur Zeit in Hamburg wohnte und bei einem internationalen Konzern gearbeitet hatte. Und er wusste, dass sie solo war. Es war also nur eine Frage der Zeit.

Der letzte Abend. Die Firma hatte zu einem Abendessen eingeladen. Udo saß neben Heike. Natürlich drehte sich das Tischgespräch wieder einmal um ihre zukünftige  Tätigkeit , aber jetzt waren alle ein bisschen  lockerer .

Endlich, dachte Udo, das Seminar war zwar interessant, aber doch politisch zu korrekt gewesen: der ostdeutsche Klient, Akklimatisierungsphase, Mentalitätsunterschiede. Mein Gott, war es nicht mal Zeit, die Dinge beim Namen zu nennen? Warteten da nicht alle drauf? Es sah so aus, als ob er wieder mal den Anfang machen musste.

«Wenn wir schon das Know-how rüberbringen, dann kann man auch verlangen, dass die lernen wollen, lernen und vor allem die Ärmel  hochkrempeln , auch wenn es schwerfällt, nach vierzig Jahren  Dornröschenschlaf . Das ist meine Meinung.»

Udo machte eine Pause und sah sich um. Zustimmendes Nicken. Die Kollegen schienen einverstanden. Endlich wurde hier mal  Tacheles geredet . Man kam jetzt richtig in Gespräch. Udo fand das großartig. Sie stammten aus allen möglichen Regionen, aus Köln, aus Bremen, aus Regensburg und hatten auch beruflich und familiär zum Teil einen ganz unterschiedlichen Hintergrund.

Aber hier bei diesem Projekt, bei dieser Expedition ins Neuland, zeigte sich jetzt, wie viel sie gemeinsam hatten. Dazu gehörten auch ein paar gemeinsame  Sorgen . Weniger wegen der Arbeit, das würden sie schaffen, sie waren alle Profis. Nein, eher in Bezug auf die Freizeit, schließlich würden sie dort ja nicht nur arbeiten. Aber auch hier konnte Udo beruhigen. Ein paar Jahre waren ja nun seit dem Mauerfall vergangen. Ein bisschen mehr Infrastruktur musste es inzwischen geben und sowas wie Lebensqualität, zum Beispiel Kneipen mit guter Musik. Leute aus dem Westen gab es dort inzwischen ja auch überall. Und Mietwohnungen mit Bad.

Udo hatte jetzt die Lacher auf seiner Seite. Er sah zu seiner schönen Nachbarin. Sie hatte die ganze Zeit fast nichts gesagt, schien sich aber gut zu amüsieren, jedenfalls lächelte sie. Er wandte sich zu ihr.

«Na», flüsterte er, «was sagst du dazu? Denkst du, dass man es im wilden Osten eine Zeit lang aushalten kann?»

Sie nickte und kniff die Augen ein bisschen zusammen.

«Ich glaube schon, irgendwie wird es schon gehen. Außerdem», sie blickte ihn vielsagend an, «sind wir ja nicht alleine dort.»

Udo war begeistert. Genau das hatte er hören wollen. Allmählich schien die Kühle aus dem Norden  aufzutauen .

«Ja», sagte er, «das könnte wirklich eine schöne Zeit werden.»

Sie stimmte zu, zog an ihrer Zigarette, blies Rauch wieder hoch in die Luft und beugte sich leicht zu ihm herüber.

«Apropos», sagte sie leise, «für welchen Ort hast du dich denn  beworben ?»

Oh Mann, dachte Udo, jetzt wird es spannend. Jetzt nur keinen Fehler machen.

«Wismar», sagte er vorsichtig, «ich kenne zwar weder Wismar noch Chemnitz, aber Chemnitz wäre nicht gut, glaube ich. Familie, verstehst du? Am Ende wollen die, dass ich bei ihnen wohne, aus lauter Dankbarkeit für die Pakete damals.»

Sie nickte, sie wusste offenbar, wovon er sprach.

«Und du», sagte er aufgeregt, denn jetzt würde sich gleich etwas Wichtiges entscheiden, «könntest du dir auch Wismar vorstellen?»

Sie spitzte den Mund, dann nickte sie langsam.

«Kann ich mir vorstellen,  durchaus .»

Na also. Sie hatte sich auch für Wismar beworben. Dann war alles in Ordnung. Dann konnte er sich jetzt definitiv auf den neuen Job freuen.

Heike stand auf.

«Also dann», sagte sie, «ich bin müde, gute Nacht.»

«Ja», sagte Udo, «bis morgen dann.»

Schade, dass sie schon ging. Aber das Wichtigste war geklärt und morgen bei der  Abschlusssitzung würde er noch einmal Gelegenheit haben, ihre Telefonnummer zu bekommen. Der Job begann erst in sechs Wochen, aber man konnte doch in Kontakt bleiben und einiges zusammen  erledigen . Zum Beispiel gemeinsam auf Wohnungssuche gehen. Nur zum Beispiel. Da sollte man nichts dem Zufall überlassen.

Am nächsten Morgen sprang Udo voll  Vorfreude aus dem Bett. Schnell hinunter in den Frühstücksraum! Wenn Heike schon da war, konnten sie bei einem Kaffee bereits das eine oder andere besprechen.

Aber Heike kam nicht zum Frühstück, und sie fehlte auch bei der abschließenden Besprechung im Konferenzsaal.

«Ach ja, Heike ist schon gefahren», sagte der Seminarleiter in der Pause zu Udo, «sie hat darum gebeten, weil sie eine lange Heimreise hat. Aber sie war heute früh noch bei mir, und wir haben alles geklärt. Wenn Sie sie kontaktieren wollen, ist das kein Problem. Sie bekommen in den nächsten Tagen alle wichtigen Papiere zugeschickt, auch eine Liste mit den aktuellen Adressen Ihrer Kollegen.»

Udo war beruhigt. Das war zwar nicht die feine englische Art, einfach so zu verschwinden, aber diese Frau hatte ihren eigenen Kopf. Das gefiel ihm ja gerade.

«So, meine Damen und Herren», sagte der Seminarleiter am Ende der Sitzung, «ich will Ihnen abschließend die offizielle Einteilung der Teams mitteilen. Wir haben versucht, Ihre Wünsche zu berücksichtigen. Das ist uns auch meistens gelungen, denke ich. Sie können also die Liste als  endgültig betrachten und sich  allmählich auf Ihren Einsatzort vorbereiten. Sie wissen ja, Sie haben noch genau sechs Wochen Zeit.»

Es wurde still im Saal.  Mucksmäuschenstill .

«Also, Team Wismar, das wäre Ralf Thume, Udo Ritter, …»

Jawohl, jubelte Udo und ballte die  Faust unter dem Tisch. So, und jetzt noch sie, dachte er. Er wusste es ja schon, aber er wollte es hören, offiziell und endgültig: seinen Namen und ihren Namen.

«…Sabine Liebler und Oliver Hanssen…»

Der Seminarleiter machte eine Pause.

Wie bitte? dachte Udo. Das kann doch nicht sein!

«Team Chemnitz, das sind dann logischerweise…»

Moment, Moment, dachte Udo, logischerweise? Was heißt da logischerweise?

«…Katrin Roßmann, Joachim Brunn, …»

Man hat sie vergessen, schoss es Udo durch den Kopf, ganz einfach vergessen. Ich muss das klären. Ich werde das klären, kein Problem.

«…Heike Fuchs und Klaus Kaie. Vielen Dank.»

Was? Chemnitz? Heike? Ein  Irrtum . Eine Verwechslung. Ein Skandal. Udo sah sich um. Niemand widersprach. Alle schienen einverstanden. Er musste protestieren. Sofort. Zum Glück hatte er aufgepasst.

«Meine Damen und Herren, das ist alles. Es hat uns gefreut, Sie kennen gelernt zu haben, und wir freuen uns jetzt auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Sie haben einen Teil der  Unterlagen , der Rest wird Ihnen in den nächsten Tagen zugeschickt. Wir wünschen eine gute Heimreise, wir sehen uns in sechs Wochen. Alles Gute und noch einmal vielen Dank.»

Noch bevor die meisten Teilnehmer aufgestanden waren, stand Udo schon vorne beim Seminarleiter.

«Verzeihen Sie, Herr Weiß, es gibt da eine Verwechslung. Wismar und Chemnitz. Ich meine …»

Der Seminarleiter ordnete weiter seine Papiere und kniff jetzt fragend die Augen zusammen.

«Eine Verwechslung? Aber Sie wollten doch nach Wismar, Herr Ritter!»

«Ja, ja, wollte ich…», sagte Udo ungeduldig.

«Na also, ich verstehe nicht…»

«Aber Heike wollte auch dahin. Wismar, das hat sie mir gestern gesagt, todsicher, glauben Sie mir…»

«Herr Ritter, schon gut, Sie haben ja Recht, Frau Fuchs wollte nach Wismar…»

«Na also», rief Udo, immer noch aufgeregt, aber schon ein wenig erleichtert, «dann müssen Sie das ändern, jetzt sofort…»

«Moment», sagte Herr Weiß und legte Udo die Hand auf die Schulter.

«Sie haben völlig Recht, sie wollte auch zuerst nach Wismar, aber sie hat es sich anders überlegt, verstehen Sie?»

Wie? Anders überlegt? Udo verstand überhaupt nichts.

Herr Weiß sah auf seine Papiere.

«Als ich heute früh mit ihr sprach, hat sie mich um einen Wechsel gebeten. Familiäre Gründe, nehme ich an.»

Udo  runzelte die Stirn. Familiäre Gründe? Was sollte das denn heißen? Herr Weiß steckte seine Papiere in aller Ruhe in den Aktenkoffer.

«Herr Ritter, Sie müssen wissen, Frau Fuchs stammt aus Chemnitz, sie hat ihre Familie dort. Offenbar möchte sie wieder in der Nähe sein. Der Wechselwunsch kam natürlich ein bisschen plötzlich, aber Frau Fuchs hat hier einen hervorragenden Eindruck hinterlassen. Deshalb sind wir ihr gerne  entgegen gekommen .»

Er grinste, fast ein bisschen verlegen.

«Sie hat doch einen hervorragenden Eindruck hinterlassen, nicht wahr, Herr Ritter? »

«Doch, doch…», stotterte Udo, «aber…»

«Na also», sagte Herr Weiß, nahm plötzlich Udos Hand und schüttelte sie kräftig, «dann ist doch alles in bester Ordnung. Also dann, alles Gute für Wismar, Herr Ritter,  toi, toi, toi !»

Der Mann aus dem Westen: Vokabeln

            Abschlusssitzung: 
Abschlusssitzung die (-en) – avsluttende møte

            AIDA-Formel: 
AIDA-Formel – fire faser i reklame som skal påvirke kjøpere: Attention, Interest, Desire, Action

            allmählich : 
allmählich – så smått

            Anforderungsprofil: 
Anforderungsprofil das (-e) – profilen som var krevd

            Aufstiegsmöglichkeiten: 
Aufstiegsmöglichkeit die (-en) – mulighet for avansement

            aufzutauen: 
auftauen – tine

            Bewerbungen: 
Bewerbung die (-en) søknad

            beworben: 
sich bewerben (i-a-o) – søke

            das hatte er drauf: 
das hatte er drauf – det var han god til

            Dornröschenschlaf: 
Dornröschenschlaf der – tornerosesøvn

            drüben: 
drüben – på den andre siden, dvs. tidligere Øst-Tyskland

            durchaus: 
durchaus – absolutt

            ein paar Späße machen: 
ein paar Späβe machen – fleipe litt

            Einsatzort: 
Einsatzort der (-e) – satsingsområde

            endgültig: 
endgültig – definitiv, endelig

            entgegen gekommen: 
jemandem entgegen kommen – komme noen i møte

            erledigen: 
erledigen – ordne

            Faust: 
Faust die (-e*) – knyttneve

            Gehalt: 
Gehalt das (-er*) – lønn

            gekontert: 
kontern – gå imot, kontre

            gereizt: 
reizen – fascinere

            gestalten: 
gestalten – tilrettelegge, utforme

            hochkrempeln: 
hochkrempeln – brette opp

            Irrtum: 
Irrtum der (-er*) – feiltakelse

            Jeweils: 
jeweils – (her) i hvert tilfelle

            Kooperationsfähigkeit: 
Kooperationsfähigkeit die (-en) – samarbeidsevne

            lockerer: 
locker – avslappet

            mit links: 
mit links etwas machen – (her) kunne gjøre det så lett som ingenting

            Mucksmäuschenstill: 
mucksmäuschenstill – musestille

            Rente: 
Rente die (-n) – pensjon

            rigoros: 
rigoros – hensynsløst strengt og hardt

            runzelte: 
runzeln – rynke

            scherzhaft: 
scherzhaft – spøkefullt

            Schnürchen: 
am Schnürchen laufen – gå på skinner

            Sorgen: 
Sorge die (-en) – bekymring

            staunte: 
staunen – være forbauset, undre seg

            Tacheles geredet: 
Tacheles reden – (jiddisch uttrykk) å si den hele og fulle sannhet

            toi, toi, toi: 
toi, toi, toi – hell og lykke, lykke til

            Tätigkeit: 
Tätigkeit die (-en) – virksomhet, gjerning

            umwerfend: 
umwerfend – fantastisk flott og pen

            Unentschieden: 
unentschieden – uavgjort

            Unterlagen: 
Unterlagen pl – dokumenter

            Vorfreude: 
Vorfreude die (-n) – forhåndsglede

            war auf Erfolgskurs: 
auf Erfolgskurs sein – på god vei opp karrierestigen

            Wasserhähnen: 
Wasserhahn der (-e*) – vannkran

            weder: 
weder … noch – verken … eller

Fragen zum Text

1.Warum war Udo so sicher, dass er eine der acht Stellen bekommen würde?

2.Was haben die acht Personen, die nun zu diesem Seminar eingeladen sind, gemeinsamchern

3.Warum findet Udo Heike so interessant? Ist es ihr Äußeres, ihr Charakter oder vielleicht ihr Wissen?

4.Was geschieht am letzten Abend des Seminars, das große Bedeutung für das Verhältnis zwischen Heike und Udo hat?

5.Udo war sicher, dass alles mit Heike klappte. Was hat er aber nicht begriffen?

6.Wo ist ihm einen großen Fehler unterlaufen?

7.Warum reist Heike früh ab?

8.Was hat Udo durch diese Episode über die neuen Bundesländer gelernt?

9.Charakterisieren Sie Udo Ritter in 4-6 Sätzen.

10.Welche Vorurteile hatte Udo gegen die «Ossis», und woher kommen diese Vorurteile?

11.Beschreiben Sie die Einstellung der Personen aus dem Westen, die nach der Wiedervereinigung im Osten arbeiteten?

12.Udo sagt, man sei jetzt politisch korrekt. Finden Sie Beispiele dieser Korrektheit im Text. Suchen Sie außerdem Beispiele politisch unkorrekter Aussagen im Text.

13.Was muss geschehen, damit die Deutschen sich als eine Nation fühlen?

 

Übersetze die folgenden Sätze ins Deutsche

Repeter gjerne tidsuttrykk før du oversetter setningene.

1.For to uker siden hadde jeg en samtale med sjefen min.

3.Han hadde bodd i Stuttgart i tre år og ville sannsynligvis bo der enda mange år.

4.Om seks uker skal Udo begynne i den nye jobben sin.

5.Det kan vi ordne senere. Jeg må først flytte til Wismar.

7.Allerede første dag var han sammen med henne.

8.Hun hadde lagt seg tidlig på kvelden, men han ble stående et øyeblikk ved baren.

9.Han var forundret over at hun nesten ikke hadde sagt noe hele tiden.

10.Neste morgen håpet han å treffe henne, men hun var reist hjem tidlig på morgenen.

11.Han var sikker på at de to en dag ville flytte sammen, kanskje allerede til jul.

Quelle: DDD,  Cappelen Damm

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